Schlagwort-Archive: kaputt

Docker statt vServer – Wie ich 770GB verloren habe

Ich habe vServer gemietet. Das ist eine tolle Sache. Dort kann ich tun und lassen was mir beliebt. Doch nicht für jeden Anwendungsfall muss gleich ein vServer her. Denn es gibt inzwischen Docker, dort entfällt eine Menge overhead, den so ein vServer mit sich bringt.

Ich habe ja den ein oder anderen Server und auch ein paar vServer. Damit ich vor Datenverlusten geweiht bin, habe ich einen Server dafür gemietet, sich um Backups zu kümmern. Die Anforderungen an diesen Backup-Server: Massiv Speicherplatz, möglichst günstig. Und so endete es in einem Server der mit 100Mbit Anbindung nicht der schnellste, aber mit 2x2TB (bewusst ohne RAID) viel Speicher hatte und günstig war. Da ich für Kunden ebenfalls Server sichern wollte habe ich mich vor über einem Jahr auf diesem Server dazu entschieden, zwei vServer aufzusetzen. Beide lediglich mit Backuppc ausgestattet. Und jeder vServer hatte seine eigene Festplatte. So konnte ich den Speicherbedarf gut regeln. Ich behaupte nicht dass dies die einzige Lösung ist/war aber es ging schnell und funktionierte.

Nun hat eine Festplatte defekte Sektoren bekommen und musste getauscht werden. Ich habe also den betroffenen vServer gestoppt und seine VDI auf einen anderen Server übertragen, was bei 770GB und der schwachen Anbindung etwa 30 Stunden dauerte. Dann wurde die Festplatte getauscht und ich habe die VDI wieder zurückgespielt (also nochmal etwa 30 Stunden). Resultat: Der vServer ließ sich nicht mehr booten. Die Datei ist beschädigt gewesen, sicherlich folgend aus den kaputten Festplattensektoren. Demnach: 770GB Datenmüll. Es ist nicht dramatisch, es handelte sich lediglich um ein Backup anderer Daten, die ja weiterhin auf ihrem Server lagen und funktionierten.

Ich hatte schon länger darüber nachgedacht, die zwei vServer zu deaktivieren und hier Docker in den Einsatz zu nehmen um beide Backuppc-Instanzen zu betreiben und auf die zwei verschiedenen Festplatten zu schreiben. Ich hatte nur nie einen Anlass dazu. Nun hatte ich bedarf und habe mich rangesetzt.

Fazit: Es läuft prima. Doch was ist jetzt der Unterschied?

Docker vs. Virtualisierung

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich kein Virtualisierungs-Profi bin. Ebenso bin ich auch kein Docker-Profi. Ich habe konkrete Anwendungsfälle und benutzte dann eine passende Technik. Sobald es läuft und ich die Situation als „stabil“ einschätze, bin ich zufrieden.

Für mich gibt es zwischen Docker und Virtualisierung in dem obigen Beispiel einen gravierenden Unterschied: Durch das defekte VDI-File, habe ich nun 770GB Daten verloren. Mit Docker hätte ich sicherlich auch Daten verloren, aber eben nur jene, die in den entsprechenden Sektoren gespeichert wurden. Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Daten erhalten geblieben wäre.

Ein weiterer Punkt ist das Thema Sicherheit: Ich habe natürlich quasi nie die vServer aktualisiert. Auch den Host nicht. Ich hatte einfach schiss, dass dann vbox nicht mehr startet oder irgendwas auf den vServern nicht mehr läuft. Demnach hatte ich einen Host und zwei vServer die potenziell angreifbar wären oder um die ich mich hätte potenziell kümmern müssen.

Nun mit Docker habe ich nur noch den Host. Die Container haben keine Möglichkeit den Host anzugreifen und die Container sind von außen lediglich über einen einzigen Port erreichbar. Mit jedem Update von Backuppc wird ein neues Image bereitgestellt, welches wiederum auf einem aktualisierten Linux-Image beruht und somit werden „Systemupdates“ implizit mit dem aktualisieren des Images eingespielt. Den Host werde ich fortan aktualisieren, ich betreibe einige Docker-Hosts und habe bisher noch nie erlebt, dass es zu einem Problem innerhalb eines Docker-Container kam, dadurch dass ich den Host aktualisiert hätte…

Einfache Wartung: Ich habe ein Script geschrieben welches beide Docker-Instanzen gleichzeitig verwaltet. Ich gebe in dem Script das Basis-Image und einige weitere Parameter an. Und dann kann ich mein Script aufruren und ein Update ausführen, die Container stoppen / starten oder in die Logs schauen. Alle Aktionen werden dann auf beiden Containern ausgeführt. Das ist praktisch und spart Zeit.

Artikel-Empfehlung KW 10 2011

Telekom FTTH-Projekt: Glasfaser für Privatkunden in weiteren deutschen Städten

Ich habe ja quasi eben erst über meinen Providerwechsel berichtet, damit ich meinen 6Mb(Megabit)-Zugang erreichen kann, da muss ich auch schon lesen, dass jetzt Glasfaserkabel direkt zu Privatkunden gelegt werden. 2011 soll unter anderem auch Braunschweig damit bestückt werden. Der Vorteil? 1Gb-Internetzugang. Das sind dann locker 100 – 120 MB (Megabyte) download. Nun ja, warten wir erstmal ab was aus diesen Plänen wird, und was dass den Privatanwender kosten wird.

Nützlicher Online Image-Map Generator

Für „uns Webentwickler“ gibt es ein nettes Tool, ich persönlich werds sicher fast nicht brauchen, aber andere vielleicht: den Image-Map-Generator. Dieser soll nämlich das definieren von Links in Bildbereichen vereinfachen.

Google Mail: Software-Update löschte Kundenpostfächer

Und Zack, wars auch schon so weit… Da ich nicht so auf Google & die Cloud stehe, finde ich es gar nicht schade. Denn Googles Mailservice Google Mail hat durch ein Software-Update vorrübergehend 40.000 Kunden die Postfächer gelöscht. Da war ich mal wieder froh, das ich auf meinem vServer meinen eigenen Webmailer nutze.

Bundesliga Fussball bald zuerst im Internet statt im TV?

Anscheinend wird sich bald auch der Fussballsport im Web2.0 umsehen müssen, und dann rennen die Spieler nicht nur über den Platz,  sondern auch zu ihren Zuschauern übers WWW. Doch es gibt ja noch nicht mal überall vernünftiges Internet. Ich habe auch darüber berichtet, dass wir das Internet schon ziemlich stark genutzt haben. Na mal sehen was daraus wird.

Apple iPad 2 bei Amazon aufgetaucht

Hupps, was war denn da los? Da war es ja schon zu sehen!? Inzwischen wissen wir wahrscheinlich alle wann es kommt, aber davor gab es wohl eine Zeit, wo Amazon schon mehr wusste als wir, und dies auch Preisgab. So will jemand fotografiert haben, wie in einer Amazon-Artikelliste das iPad 2 zu sehen war.

Projektname Spiel die Prinzessin

Das war echt super. Ich habe gedacht, ich lese nicht richtig. Kai Thrun hat eine grandiose Idee und ich bin gespannt was daraus wird. Revolutionäres Ausmaß und Potential hat das ganze. Was passiert im Web 2.0, wenn 20 oder mehr (IT-)Blogger mit entsprechender Ausrüstung das Disneyland Paris unsicher machen und den dortigen Aufenthalt online festhalten?!

Sie kommen außerhalb der Blog-Zeiten

So oder so ähnlich könnte es ab dem 01.01.2011 auf meinen Blogs (oliverlippert.eu, officemakro.de) und auf denen, die ich technisch unterstütze aussehen. Warum? Das Keyword ist JMStV (ziemlich guter Artikel zum JMStV auf t3n.de).  Die neuste Änderung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, die ab 01.01.2011 in Kraft tritt, besagt zusammengefasst: jeder Pups, der ein Webangebot hat, muss jeden Inhalt druch ein Altersfreigabe-Label klassifizieren und bei FSK 16/18-Inhalten einen Prüfungsmechanismus einführen.

Das JMStV

Um es kurz zu fassen: die Bloggosphäre ist außer Rand und Band. Es gibt Blogs die ‚cool bleiben‘ und meinen, sie würden nichts ändern werden, andere sehr große, die offline gehen werden (vzlog.de) / schon offline sind (Berliner IT-Experte Kristian Köhntopp). Das Problem ist: wer nichts ändert bekommt eine finanziell prägende Abmahnung.

Die Möglichkeiten des JMStV

ZweiPunktNull beschreibt in dem Artikel drei möglichkeiten der JMStV-Kompatibilität:

  • Kostet für jeden Pups-Blog 4000€ aufwärts (pro Jahr!)
  • Einführung von Öffnungszeiten (gilt nur für Deutschland, der Blog muss also registrieren wo der Besucher herkommt und dementsprechend „ich bin zu“ oder die Inhalte anzeigen; wer entwickelt sowas?)
  • Die dritte Möglichkeit könnt ihr auf zweipunktnull lesen

Der Angriff aus der Bloggosphäre

Die Netzpolitik schlägt vor, Inhalte vorrübergehend nur Nachts zugänglich zu machen, um zu verdeutlichen wie unüberlegt die neue Änderung ist. Sie zielen dabei auf große angebote, die eventuell sogar von JMStV-Freunden genutzt werden und diese Aktion somit die für die Änderung verantwortlichen Leute betrifft. Das Motto ist halt „Einfach schließen bringt docht nichts“.

Es scheint aber der einzige Ausweg, denn auch Heise berichtet nichts erfreuliches über die JMStV-Änderung außer: „Inzwischen hat die grüne Landtagsfraktion den Fraktionsvorstand gebeten, noch einmal mit der SPD über die Ablehnung des Staatsvertrags zu sprechen.“ (heise.de)

Das finanziell wirklich große Problem am JMStV

Wenn das JMStV tatsächlich existent bleibt, weiß ich nicht was mit meinen Blogs passiert, denn wer sich nicht dran hält oder falsche Einstufungen vornimmt (evtl. auch unbewusst), dem drohen Geldstrafen bis zu eine halbe Millionen Euro (Quelle: YuccaTree Post über JMStV).

Es bleibt weiterhin spannend und aufregend und peinlich für den Staat! Das Internet ist inzwischen ein Kultureller Platz, ein dermaßen interessantes soziales Netzwerk wie eigentsändige Blogs gibt es nicht. Jeder kann jede Blogging-Software/jedes CMS einsetzen um Inhalte in der Form zu liefern, die er mag/unterstützt. So uneingeschränkt ist man weder bei Facebook noch StudiVZ noch sonstwo…

Macht uns das Internet nicht kaputt!

Der Kommentaraufruf

Ich denke mal zum kommentieren brauche ich nciht aufrufen, Kommentar-Aufrufe gibt es ja schließlich überall, aber wer auch was sagen möchte/Fragen hat: nur zu 🙂