Archiv für den Monat: November 2015

WordPress Admin Bar nicht sichtbar [WordPress 4.3] [Benutzerrollen] [WooCommerce]

Genesis Mining

Neulich hatte ich folgendes Phänomen: Für Benutzer mit der Rolle „Redaktuer (engl. Editor)“ wurde die Admin-Bar nicht angezeigt. Natürlich war in dem betreffenden Profil der Haken gesetzt, sodass die Admin Bar hätte sichtbar sein sollen. Die Suche ist theoretisch einfach: Deaktiviere alle Plugin und wechsle auf das Standard-Theme, dann schau ob es klappt. Wenn es klappt, einfach nach und nach alle Plugins wieder aktivieren und schauen, welches Plugin dafür sorgt, dass die WordPress Admin Bar verschwindet. Darauf hatte ich keine Lust!

Das Projekt ist ein gerade entstehender Online-Shop. Es ist ein gekauftes Theme im Einsatz, welches optimal für WooCommerce vorbereitet ist. Folgende Plugins sind aktiv:

  • Admin Menu Editor Pro
  • Antispam Bee
  • Benutzerwechsel (engl. User Switching)
  • Contact Form 7
  • Disable All WordPress Updates
  • Envato WordPress Toolkit
  • Imsanity
  • Manual Image Crop
  • Passwortgeschützt (engl. Password Protected)
  • Responsive Lightbox
  • Revolution Slider
  • Simple Custom CSS
  • User Role Editor
  • WooCommerce
  • WooCommerce Header Category Image
  • Wordfence Security
  • WP Sanitize file name Plus
  • WPBakery Visual Composer
  • YITH WooCommerce Wishlist

Dabei kann ich mir vorstellen, dass in dieses Problem nur wenige dieser Plugins reinspielen könnten. Da ich aber nicht viel Zeit hatte und erstmal mehr ein Workaround her sollte, als eine super Zukunftssichere Lösung, habe ich folgendes Unternommen: Ich habe ans Ende der functions.php folgende Zeile Quellcode angefügt:

Die Änderung ist absolut unkritisch. Und schon klappt es. Natürlich nur bis zum nächsten Update des Theme. Aber das ist erstmal eine schnelle Lösung. Und zeigt mir, dass hier definitiv noch ein anderes Plugin zu Gange ist, welches über eben den selben Filter irgendwann versucht, die Admin-Bar abzuschalten (Vermutung).

GitLab – Von 7.14.3 „from source“ und MySQL nach 8.0.5 als Docker-Container mit PostgreSQL


Heute gehen wir zusammen mal durch, was ich alles unternommen habe um mein GitLab 7.14.3 auf ein GitLab 8.0.5 zu aktualisieren. Nebenbei habe ich MySQL verlassen und auf PostgreSQL migriert (empfohlen durch GitLab selbst). Zusätzlich läuft mein neuer GitLab dann in einer Docker-Umgebung. Aber erstmal von Anfang an.

GitLab – Ich liebe Quellcodes

Als Entwickler arbeite ich mit Quellcodes. Und das mache ich sehr sorgfältig. Ich kenne derzeit keinen Web-Entwickler der so vorgeht wie ich #selbstlobstinkt 😉

Und ein wichtiger Teil meiner Strategie ist GitLab und GitLab CI. Was genau diese beiden Tools sind, werde ich in einem anderen Artikel behandeln.

Backups – Nichts ist sicher

Wichtig ist den gesamten Prozess über immer ein Backup parat zu haben. Denn nichts ist sicher!

Aktuelle GitLab-Instanz aktualisieren

Da Backups nur in „passende“ GitLab-Systeme integriert werden können, hat man zwei Möglichkeiten:

  1. Erst auf GitLab 7.14.3 in einem Docker-Container umsteigen und dann diesen aktualisieren
  2. Erst auf GitLab 8.0.5 aktualisieren und dann auf den Docker-Container umsteigen

Da ich keinen funktionierenden Docker-Container für GitLab 7.14.3 gefunden habe, habe ich Variante 2 genommen. Dazu gibt es eine Update-Anleitung, diese hat bei mir funktioniert. Was danach nicht mehr ging waren Push oder Pull-Anfragen. Das habe ich aber ignoriert. Ich war schließlich eh dabei, diese GitLab-Instanz zu löschen.

Ich habe also nochmal ein Backup durchgeführt, jetzt nämlich für GitLab 8.0.5.

Auf PostgreSQL migrieren

In den GitLab-Backups ist ein Dump-File der Datenbank hinterlegt. Also in unserem Fall aktuell ein MySQL-Export. Dieser muss migriert werden.

Es gibt dafür ein Tool, welches MySQL-Dumps nach PostgreSQL migriert, das wusste ich bereits. Allerdings hat es nicht geklappt als ich es händisch gemacht habe. Praktischerweise hat GitLab selbst dieses Tool weiter modifiziert sodass es derzeit gut möglich ist, die Migration durchzuführen. Hier lest ihr wie ein GitLab Backup mit MySQL zu einem GitLab Backup mit PostgreSQL migriert wird.

GitLab Docker-Instanzen starten

Ich habe nicht das offizielle GitLab-Docker-Image genommen, sondern die Images von sameersbn. In dem Repository gibt es viele Images, hier kommt ihr zu den Docker GitLab Images.

Der Quick-Start dort ist sehr gut dokumentiert. Ich habe nur Step 3 Launch the GitLab Container angepasst:

Daten wiederherstellen

Nun bleibt nur noch das migrierte Backup in das Backup-Verzeichnis vom Docker-Container zu schieben (bei mir halt /srv/docker/gitlab/gitlab/backups/) und schon kann der Restore beginnen.

Ich bin dazu in die Shell des Docker-Container gewechselt, das geht über

Und dort habe ich gitlab dann angewisen das Backup wiederherzustellen

Das ‚ts‘ bei „BACKUP=ts“ müsst ihr durch den Timestamp ersetzten, der als Prefix im Backup-Dateinamen gesetzt wurde.

GitLab 8.0.5 läuft jetzt im Docker-Container

Und schon haben wir es geschafft. Unser GitLab läuft jetzt in dem Docker-Container. Die Daten wurden vollständig migriert. Ich konnte mich einloggen.

Ein sau gutes Gefühl endlich ein vom restlichen System abgekapseltes GitLab zu haben welches sauber installiert ist. Keine großen Schwierigkeiten mehr. Echt der Hammer 🙂