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Sicherheit beim Online Poker

Poker scheint inzwischen der Deutschen liebstes Hobby geworden zu sein. Einer Studie der TÜV Trust IT (gehört zur TÜV Austria Gruppe) zufolge ist Deutschland der weltweit zweitgrößte Markt für Online Poker, etwa zehn Prozent aller Online-Poker-Spieler kommen aus Deutschland – und das, obwohl das Zocken im Netz hierzulande verboten ist (außer in Schleswig-Holstein). Beim Pokern geht es schnell um viel Geld, gerade im Internet. Das wissen auch die Betreiber solcher Pokerseiten und investieren daher viel in die Sicherheit ihrer Plattformen.

Verschlüsselung

Das erste, mit dem man beim Pokern im Internet in Kontakt kommt, ist die Website des Anbieters, auf der man die Software zum Spielen herunterladen kann. Schon der Download dieser Client-Software erfordert Sicherheitsmaßnahmen. Der Poker-Anbieter muss gewährleisten, dass die Datei während des Downloads nicht verändert werden kann. Dazu wird z. B. eine verschlüsselte Verbindung (HTTPS) verwendet, über die der Browser mit Hilfe eines Zertifikats die Echtheit der Website verifizieren kann. Zusätzlich kann auch der Download selbst signiert werden. Während des Spiels wird die Verbindung zwischen Server und Client-Software ebenfalls verschlüsselt. Meist kommen dabei Verfahren, wie SSL oder TLS zum Einsatz.

Zugangssicherheit

Um die Sicherheit des Spieler-Zugangs zum Online Poker zu gewährleisten, nutzen die Anbieter verschiedene Möglichkeiten: meist werden Benutzername und Passwort verwendet. Eine sicherere Methode ist diese Kombination in Verbindung mit einem RSA-Token. Dieses kleine Gerät zeigt ca. alle 60 Sekunden eine wechselnde sechs- bis achtstellige Zahl an, ein so genanntes „One-Time-Password“ (OTP). Erzeugt wird dieses OTP mit Hilfe eines kryptographischen Algorithmus’ im Token selbst. Bei der Anmeldung am Poker-Account wird neben Nutzername und einer PIN auch diese Zahl abgefragt. Sie wird mit auf dem Server nach dem selben Prinzip erzeugten Codes verglichen. Stimmen sie überein, wird der Zugang gewährt. Diese Zwei-Faktor-Authentisierung schützt vor Phishing und stellt sicher, dass der Benutzer nicht nur das Passwort kennen, sondern auch im Besitz eines gültigen Tokens sein muss

Mischen der Karten

Bei einem Pokerspiel mit 52 Karten ergeben sich 52! (Fakultät) unterschiedliche Möglichkeiten die Karten zu mischen. Damit all diese Varianten tatsächlich gleich wahrscheinlich sind, werden starke Zufallszahlengeneratoren (RNG) benötigt. Zufallszahlen können auf unterschiedliche Art und Weise gewonnen werden. Benutzeraktionen, wie Mausbewegungen und/oder Reaktionszeiten, können als Grundlage verwendet werden. Eine sicherere Alternative sind hardwareseitige Zufallszahlengeneratoren, die z. B. Rauchgeneratoren oder Quantenzufälligkeit als Entropiequelle verwenden.

Statistiken gegen Absprachen

So leicht ein Betrug mit Hilfe von Absprachen in einem Online-Pokerraum auch durchzuführen sein mag, so leicht lässt er sich auch aufdecken. Denn wer Absprachen trifft, verwendet Spielweisen, die ohne eine Absprache so nicht zustande gekommen wären. Solche Abweichungen erkennt die Software guter Online-Poker-Betreiber. So genannte Anti-Collusion-Systeme speichern und analysieren alle Hände, die jemals gespielt wurden. Die Karten aller Spieler können auch im Nachhinein jederzeit nachvollzogen werden. Unregelmäßigkeiten werden sofort erkannt und an das Sicherheitspersonal gemeldet. Diese untersuchen den Vorgang dann persönlich und sperren ggf. das Konto der Spieler, die an Absprachen beteiligt sind.

Wikipedia-Menübereich: Buch Erstellen

Ausarbeitungen mit Wikipedia richtig beginnen lassen

Jeder kennt es und ich denke viele nutzen es auch: Wikipedia die kostenlose online Enzyklopädie.

Die ca. 1.2 Mio. Artikel, die im deutschen Wikipedia vorhanden sind, sind hilfreich für jeden. Doch sollte man sie mit neuen Techniken nutzen, welche ich vor ungefähr 3 Monaten entdeckt habe: Die Bucherstellung in Wikipedia.

Buchfunktion starten

Ist ein Artikel in Wikipedia zum lesen geöffnet (Wikipediaartikel: Computer), kann die Buchfunktion im Menü über Drucken/Exportieren > Buch erstellen gestartet werden.

Wikipedia-Menübereich: Buch Erstellen

Buch Erstellen - Menübereich

Über diesen Link wird eine Bestätigungs und Beschreibungsseite aufgerufen, nach dem erfolgreichen Bestätigen der Buch-Funktion, werden die entsprechenden Schaltflächen in Wikipedia-Artikeln eingeblendet.

Hauptmenü der Buchfunktion

Nachdem die Buchfunktion erfolgreich gestartet wurde, erscheint ein Buch-Menübereich über jedem Artikel, der einige Informationen über das Buch, eine Schaltfläche zum Hinzufügen des aktuellen Artikel und eine Vorschlage-Funktion beinhaltet.

Wikipedia-Buchgenerator: Hauptmenü über jedem Artikel

Wikipedia-Buchgenerator: Hauptmenü

Sobald dem Buch eine Seite hinzugefügt wurde, wird in der Buchgenerator-Zeile eine Zusammenfassung angezeigt.

Buchgenerator zeigt aktuelles Buch zusammengefasst an.

Aktuelles Buch zusammengefasst

Artikel über Links hinzufügen

Wenn die Buch-Funktion aktiv ist, gibt es für Wikipedia-Links eine Besonderheit. Fährt man mit dem Mauszeiger über einen Link, wird nach zwei oder drei Sekunden ein kleines Popup-Fenster angezeigt, mit dem die Möglichkeit geliefert wird, die Zielseite des Link direkt in das Buch aufzunehmen.

Wikipedia-Artikel-Links blenden eine "Hinzufügen"-Schaltfläche, wenn mit der Maus darübergefahren wird

"Hinzufügen"-Schaltfläche bei Wikipedia-Artikel-Links

Hallo Kabel Deutschland – mehr als 20 Tage Umstiegsstress

Vorgeschichte

Wie ich bereits berichtete (siehe Artikel 1 der Serie), habe ich Congstar verlassen. Grund dafür war, neben der 3000er Last Mile für einen 6000er Anschluss auch eine 24-Stündige Ausfallzeit, die von Congstar auf die leichte Schulter genommen wurde. Firmwareupgrade war hängen geblieben und die Congstarbox somit verwirrt…

Nach Congstar war klar, sollte Kabel Deutschland mein neuer Internetanbieter werden. Diese haben eine andere oder keine Last Mile, da Kabel Deutschland ihr eigenes TV-Netz nutzt und somit die vollen 6000kbit schafft. Schon Ende 2010 schrieb ich Kabel Deutschland bezüglich eines Nahtlosen übergangs per Mail an. Man versprach mir, dass alles wie in meiner Vorstellung klappen würde: kurz vor Ende des Congstar-Vertrages würde ich den neuen Anschluss bei Kabel Deutschland haben.

Der Anschluss

Ende Januar rief mich dann jemand von der Congstar-Hotline an, vereinbarte einen Termin für den Anschluss des Internetzugang, wir einigten uns auf Dienstag, den 1.2.2011. Ich bin täglich auf der Arbeit, vereinbarte also dass meine bessere Hälfte hier sei, sie kann allerdings keine Aussagen zum Anschluss machen, die Hotline versicherte mir, dass der Techniker alles wissen würde und keine Fragen haben wird.

Ich kam also am 1.2.2011 nach Hause und fand eine etwas genervte und ‘verstörte’ Freundin vor, der Techniker hatte Fragen und musste unser Sofa verschieben, um den Anschluss zu legen. Es sah also etwas chaotisch aus. Da der nette Techniker dann noch auf die Idee kam, meiner Freundin einen Speedtest zu zeigen und viele schöne Zahlen zu nennen war hier wohl endgültig Feierabend, denn wirklich was anfangen damit konnte sie leider nicht.

Nachdem ich also das Sofa richtig hingestellt hatte, habe ich mir etwas Zeit für den Anschluss genommen, was ich fand erfreute mich nicht. Angeschlossen wurde ein Modem, nur ein Modem. Kennt ihr ein Modem?

Ubee Modem - © Ubee

Ubee Modem

So ein Modem (ich habe nicht genau dieses) hat genau einen Netzwerkanschluss, es kann also genau ein Computer angeschlossen werden. Dieser eine Computer hat dann einen Internetzugang. Ich habe nicht nur einen Computer. Ich habe einen Computer und einen Laptop, beide benötigen einen Internetanschluss. Zudem Computer und dem Laptop kommt ein Netzwerk-Drucker und ein NAS (eine Festplatte die an das Netzwerk angeschlossen wird, jeder Computer kann darauf zugreifen). Mit diesem Modem ist die Verbindung der vier Komponenten nicht möglich. Jede kann eingeschaltet sein, es gibt aber keine Verbindung.

Es bleibt also so wie ich es beschrieben habe: entweder der Computer, oder der Laptop haben einen Internetzugang, nicht beide zusammen.

Atom, RSS… was ist das?

Wer mich privat kennt, hat mitbekommen, dass ich in letzter Zeit viel über RSS und Feeds und sowas rede, es ist jetzt nur die Frage, was ist Feed, RSS, Atom?

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Definition der Hirarchie

Grundlegend lassen sich die Drei Begriffe so definieren. Es gibt die Grundidee der Feeds. Feeds ist ein englischer Bergriff und bedeutet unter anderem auch Zufuhr. RSS und Atom sind lediglich die Technick-Formate, mit denen diese Aufgabe durchgeführt wird.

Die Aufgabe der Feeds

Ich berichtete ja schon im ersten Teil der Serie über das Installieren von TT-RSS, dieses ist ein Tool welches RSS und Atom-Feeds auslesen kann, jetzt geht es darum, was diese überhaupt zur Aufgabe haben.

Wie ich auch im ersten Artikel geschrieben habe, verfolge ich mehr als 20 Blogs und dass ist noch wenig. Ich habe schon von Menschen gelsen, sie würden “gerade mal” 130 Blogs verfolgen. Da stellt sich doch einem die Frage: wie soll das machbar sein?

Die Lösung scheint einfach: jede Seite einmal am Tag besuchen und prüfen ob es was neues gibt. Das ist bei zwei oder drei Webseiten ja OK, aber bei 25 oder mehr Blogs/Webseiten? Ich habe die Startseiten von 20 Blogs geladen und die Zeit über das FireFox Plugin Firebug gemessen, stolze 4 Sekunden dauert das Laden eines Blogs im Durchschnitt. Das rechnen wir jetzt mal zusammen: 4 Sekunden durchschnittliche Ladezeit * 20 Blogs die verfolgt werden sollen macht insgesamt 80 Sekunden reine Ladezeit für die Blogs. Wenn man den Bloginhalt innerhalb von 10 Sekunden erfassen könnte um festzustellen ob was neues vorhanden ist oder nicht, kommen auf die 80 Sekunden nochmal 200 Sekunden “Ortungszeit” hinzu, in Summe benötigt man 280 Sekunden um alle Blogs abzuchecken (Zum automatisierten Öffnen der Website kann ein Office Makro verwendet werden).

Abgesehen davon, das es überhaupt nur nerven würde, Blogs zu verfolgen die nur alle paar Tage was schreiben (wie ich beispielsweise), würde einem doch recht schnell die Lust vergehen.

Durch Feeds wird das verfolgen von Webseiten einfacher: Es wird einmal zentral in einem System definiert, welche Webseiten / Blogs verfolgt werden wollen und das durchsuchen nach Neuigkeiten macht das System. Hier kommt der englische Begriff Feed für Zufuhr zum Ausdruck: die Inhalte kommen zugefahren, das gewählte System ist sozusagen eine Inhaltszufuhr.

Mein Bruder hat schon vor zwei Jahren einen Vergleich zwischen einer Zeitung und RSS gezogen, welchen ich euch nicht vorenthalten möchte :)

Was sich durch Verwendung von Feeds verändert

Ich muss an dieser Stelle auch ein kleines Warnschild anbringen: nach und nach wird es egal, welche Website ihr besucht… ihr aboniert sie. Es fliegen immer welche raus und es kommen immer welche dazu, aber es werden immer mehr. Das ist auch nicht schlimm, denn nicht jede Seite schreibt jeden Tag.

Feed-Fazit

Feeds ermöglichen uns also, Internetseiten und Blogs dauerhaft und einfach zu verfolgen. Das Internet macht dadurch richtig spaß und so doof sich das anhört “man lernt die Szene kennen”. Es ist -zumindest für mich- wie ein großes Netzwerk und man weiß schon “Wenn der und der jetzt darüber berichtet wird dort und da auch darüber berichtet”. Ich finde sowas interessant!

Ich habe auf jedenfall nie Blogs gelesen, also nicht dauerhaft, nur wenn Google mich dorthin geführt hat, jetzt verfolge ich sie und kommentiere hier und dort etwas, was mir passt/nicht passt. Es ist einfach interessant die Blogger teilweise auch etwas kennen zu lernen, mit dem ein oder anderen Schreibt man dann sogar eine E-Mail.

Ich finde Feeds sind zumindest Probeweise für jeden etwas. Zum testen (oder auch dauerhaft Nutzen) habe ich auf rss.oliverlippert.eu einen kostenfreien OpenSource FeedReader bereitgestellt, es sind noch 23 Registrationen möglich, meldet euch an und testet das System, wenn es euch gefällt bleibt da oder wechselt schlimmstenfalls zu Google. Ich bin auf jeden Fall kein Google-Fan, nur die Suche wird benutzt.

Tutorials zu TT-RSS werden sich bald dieser Artikelserie anschließen.